BB Glow wird als „halbpermanente Foundation" beworben: ein getöntes Serum, das per Microneedling in die oberste Hautschicht eingebracht wird. Die Behandlung kostet 90 bis 180 Euro pro Sitzung, üblich sind vier bis sechs Termine. Sie ist populär – und gleichzeitig die Behandlung in diesem Ratgeber, bei der du am genauesten hinschauen solltest.
Die Haut wird gereinigt, meist folgt ein leichtes Peeling. Dann wird mit einem Microneedling-Pen ein pigmenthaltiges Serum eingearbeitet. Die Nadeltiefe liegt deutlich niedriger als beim klassischen Microneedling, üblich sind 0,2 bis 0,5 Millimeter. Zum Abschluss kommen beruhigende Wirkstoffe und Sonnenschutz.
Der Effekt zeigt sich sofort: Die Haut wirkt ebenmäßiger, Rötungen und leichte Pigmentunterschiede sind gedämpft. Der Anteil, der von den enthaltenen Pflegewirkstoffen wie Peptiden, Niacinamid oder Hyaluron kommt, ist dabei real – es ist ja auch eine Microneedling-Behandlung mit Wirkstoffeinschleusung.
Der kritische Punkt ist der Pigmentanteil. Kosmetische Mittel sind dafür zugelassen, auf der Haut aufgetragen zu werden – nicht dafür, mit Nadeln eingebracht zu werden. Sobald ein Pigment in die Haut eingearbeitet wird, bewegt man sich in Richtung Tätowiermittel, für die in der EU eigene, strengere Anforderungen gelten. Viele der eingesetzten BB-Glow-Seren sind für diesen Einsatz nicht geprüft und nicht als Tätowiermittel zugelassen.
Daraus folgen zwei praktische Konsequenzen für dich:
Das heißt nicht, dass jede Behandlung schiefgeht. Es heißt, dass du wissen solltest, worauf du dich einlässt, und dass „halbpermanent" bedeutet: Wenn dir das Ergebnis nicht gefällt, kannst du es nicht einfach abwaschen.
Wer auf diese Fragen ausweichend antwortet oder das Ganze als völlig risikofrei darstellt, ist nicht die richtige Adresse.
Wenn dein Ziel ein ebenmäßiger, glatter Teint ist, gibt es Wege mit besser gesicherter Grundlage und ohne Pigment in der Haut:
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