Ein Fruchtsäurepeeling löst die obersten, abgestorbenen Hautzellen ab und kurbelt die Zellerneuerung an. Das Ergebnis: ein gleichmäßigerer Teint, feinere Poren und ein frischerer Glow. Hier liest du, wie die Behandlung abläuft, was sie kostet und für welche Haut sie passt.
Fruchtsäuren gehören zur Gruppe der AHAs (Alpha-Hydroxy-Säuren). Die bekanntesten sind Glykolsäure aus Zuckerrohr und Milchsäure. Sie lockern die Verbindung zwischen den abgestorbenen Hornzellen, sodass diese sich leichter ablösen. Darunter kommt frischere Haut zum Vorschein, und gleichzeitig wird die Kollagenbildung angeregt.
Glykolsäure hat die kleinsten Moleküle und dringt am tiefsten ein – gut gegen Fältchen und Pigmentflecken, aber auch reizender. Milchsäure ist sanfter und spendet zusätzlich Feuchtigkeit. Für unreine, zu Mitessern neigende Haut greifen Kosmetikerinnen oft zu Salicylsäure (ein BHA), die fettlöslich ist und tiefer in die Poren wirkt. Häufig werden mehrere Säuren kombiniert.
Ein professionelles Peeling dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Der typische Ablauf:
Eine gute Kosmetikerin macht beim ersten Termin meist eine niedrigere Konzentration und steigert von Sitzung zu Sitzung. Für ein sichtbares Ergebnis sind oft mehrere Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Wochen sinnvoll.
Die Preise hängen von Stadt, Studio und Konzentration ab. Grobe Spannen in Deutschland:
In Großstädten wie München (Schwabing) oder Hamburg (Eppendorf) liegst du eher am oberen Ende, in kleineren Orten deutlich darunter. Medizinische, tiefer wirkende Peelings beim Dermatologen kosten mehr und werden anders abgerechnet.
Ein Fruchtsäurepeeling lohnt sich besonders bei fahler Haut, ersten Fältchen, vergröberten Poren, leichten Pigmentflecken und unreiner Haut. Mischhaut und fettige Haut vertragen es meist gut. Bei trockener oder empfindlicher Haut sollte man mit Milchsäure und niedriger Konzentration starten.
Zurückhaltung ist angesagt bei sehr reaktiver Haut, aktiver Rosazea, offenen Stellen oder einer frischen Bräune. Wer Retinol oder Vitamin-A-Säure nutzt, sollte das Mittel einige Tage vorher pausieren und die Kosmetikerin darüber informieren. In Schwangerschaft und Stillzeit gilt: vorher ärztlich abklären, vor allem bei höher konzentrierten Säuren.
Nach dem Peeling ist die Haut empfindlicher und braucht Schutz. Halte dich an ein paar Regeln:
Der häufigste Fehler ist, gleich nach dem Peeling in die Sonne zu gehen oder zu Hause noch ein zweites Säureprodukt draufzulegen. Weniger ist hier mehr. Wer die Haut beruhigt und gut eincremt, sieht das schönste Ergebnis nach etwa drei bis fünf Tagen.
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