Beide Peelings entfernen abgestorbene Hautzellen, arbeiten aber völlig unterschiedlich: Das Enzympeeling löst die Verbindungen zwischen den obersten Hautschüppchen sanft auf, das Fruchtsäurepeeling dringt tiefer ein und kurbelt die Zellerneuerung an. Welches für dich das richtige ist, hängt weniger vom Trend ab als von deiner Hautempfindlichkeit, deinem Hautbild und davon, wie viel Ausfallzeit du einplanen kannst. Hier bekommst du eine ehrliche Einordnung statt Werbeversprechen.
Enzympeelings nutzen meist Bromelain aus der Ananas oder Papain aus der Papaya. Diese Enzyme spalten Eiweißverbindungen in den abgestorbenen Hornzellen, sodass sich diese ablösen, ohne dass gerubbelt oder chemisch verätzt wird. Das macht sie zur mildesten Form der Tiefenreinigung.
Ein Enzympeeling kribbelt höchstens leicht, brennt aber normalerweise nicht. Es wird als Creme oder Pulver-Wasser-Mischung aufgetragen und wirkt fünf bis fünfzehn Minuten ein. Danach ist die Haut glatter, der Teint wirkt frischer. Eine sichtbare Schälung wie bei stärkeren Säurebehandlungen gibt es nicht. Genau deshalb ist es die erste Wahl für empfindliche, zu Rötungen neigende oder mit Rosacea belastete Haut.
Fruchtsäurepeelings, auch AHA-Peelings genannt, arbeiten mit Säuren wie Glykolsäure (aus Zuckerrohr), Milchsäure oder Mandelsäure. Sie lösen den Zellverbund chemisch und regen darunter die Produktion neuer Zellen sowie von Kollagen an. Das wirkt stärker, kann aber auch reizen.
Im Studio wird die Konzentration und der pH-Wert dem Hautbild angepasst, oft beginnt man niedrig und steigert sich über mehrere Sitzungen. Du spürst ein deutliches Kribbeln oder Brennen, die Haut kann sich anschließend für ein paar Tage trocken anfühlen oder leicht schuppen. Glykolsäure mit ihren kleinen Molekülen dringt am tiefsten ein, Mandelsäure ist die mildeste Variante und auch für dunklere Hauttöne gut geeignet, weil sie seltener Pigmentflecken auslöst.
Die Entscheidung lässt sich gut am Hautbild festmachen:
Wenn du schwanger bist oder Retinoide aus der Hautarztpraxis nutzt, sprich vor einem Säurepeeling unbedingt mit deiner Kosmetikerin. Manche Wirkstoffe vertragen sich nicht.
Die Preise unterscheiden sich je nach Studio, Stadt und Wirkstoff deutlich. In Hamburg-Eimsbüttel oder im Münchner Glockenbachviertel zahlst du eher am oberen Ende, in kleineren Städten oft weniger. Realistische Spannen:
Ein Enzympeeling kannst du theoretisch alle ein bis zwei Wochen machen, Fruchtsäure dagegen braucht je nach Stärke zwei bis vier Wochen Pause zwischen den Terminen, damit sich die Haut erholt.
Der häufigste Fehler ist fehlender Sonnenschutz. Nach einem Säurepeeling ist deine Haut für Tage lichtempfindlicher, ohne LSF 30 bis 50 riskierst du genau die Pigmentflecken, die du loswerden wolltest. Plane stärkere Peelings deshalb eher für die dunklere Jahreszeit oder bleib konsequent bei der Creme.
Weitere Stolperfallen, die du dir sparen kannst:
Wenn du unsicher bist, lass im Studio vorab eine kurze Hautanalyse machen. Eine gute Kosmetikerin testet die Säure an einer kleinen Stelle, bevor sie das ganze Gesicht behandelt.
Ob sanftes Enzym oder gezielte Fruchtsäure: Am Ende zählt, dass die Behandlung zu deiner Haut passt und von jemandem gemacht wird, der weiß, was er tut. Vergleiche Studios, Bewertungen und Preise in deiner Nähe und finde deine passende Peeling-Behandlung auf beautinda.de.